Datenbankmodell - Abbild der realität

Fast jedes Unternehemen verwendet Datenbanksysteme zur Verwaltung anfallender Daten.
Diese werden von den unterschiedlichsten Herstellern in den unterschiedlichsten Leistungsklassen angeboten.
Jedoch stellen alle, neben den erweiterten Mechanismen, die Funktionen zum Aufbau der Datenbasis und zur Speicherung der Datenbestände bereit.

Um die Datenbasis mit den entsprechenden Daten befüllen zu können, muss zunächst die Datenbasis so strukturiert werden, dass alle Informationsbeziehungen des Unternehmens abgebildet werden können.

Informationen können in vielfältiger Form, und auf unterschiedlichen Ebenen beschrieben werden.

Form:

  • Syntax (Zusammensetzung der Zeichen)
  • Semantik (inhaltliche Bedeutung)
  • Pragmatik (Zweckorientiert)


Ebenen:

Ebene 1:

reale Welt

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[_]›

Ebene 2:

Informationen über die
Teile der Realen Welt

Hans Müller

kauft

Kaffee

Ebene 3:

Logisches Datensystem

Kunde

kauft

Getränk

Ebene 4:

Physisches Datensystem

physische Dateien und Datensätze

Ebene 5:

Computer

Magnetisierung auf Speichermedium

 

Ebene 2 (Informationsprozesse):
Spiegeln einen Ausschnitt der realen Welt anhand einens konkreten Sachverhalts wieder.

Ebene 3:
Veralgemeinert die Begriffe aus Ebene 2. Aus einer Konkreten Person wird z.B. die Gruppe Kunden. Ein spezifischer Kaffee wird allgemeiner zu einem Getränk.

Ebene 4:
Die Informationen werden nicht mehr aus inhaltlicher Sicht betrachtet, lediglich die physiche Datenorganisation im Filesystem wird betrachtet.

Ebene 5:
Hier liegen die Informationen nur noch in binärer oder magnetischer Form vor.

Der Entwurf einer Datnstruktur findet auf der 3. Ebene, also der logischen Ebene statt. Hier steht die Erarbeitung des Datenmodells im Mittelpunkt.

Die Schaffung eines Datenmodells hat das Ziel:

  • Reale Informationsprozesse abzubilden,
  • Die Realität zu abstrahieren
  • Die Informationszusammenhänge zu strukturieren

Es ist z.B. für jemanden der einen Kaffe kauft wichtig, welche Menge, Preis und evtl. Hersteller der Kaffe hat, jedoch ist es unerheblich, in welchen Mengen er eingekauft wird, oder wer der Lieferant ist.

Das "Problem der Realwelt" muss zunächst analysiert, strukturiert und modeliert werden. Das Ergebnis bezeichnet man als konzeptionelles Datenmodell.

Das konzeptionelle Datenmodell dient als Grundlage zur Umsetzung in das logische Datenmodell eines konkreten Datenbankbetriebssystems.

 


Semantische und logische Datenmodelle (Überblick)

Das semantische Datenmodell betrachtet die Probleme in einer abstrakten Weise. Hier werden Gruppen wie Kunden, oder Getränke gebildet, und diese werden in  Beziehung gesetzt (kauft).
Zur Darstellung wird in der Regel das ERM (Entity-Relationship-Modell) von Chen, welches von vielen unterschiedlichen Autoren weiter entwickelt wurde, verwendet.

Das logische Datenmodell stellt die Informationsstruktur auf Basis des semantischen Datenmodells dar. Das logische Datenmodell beschreibt die Form, in welcher die Daten hinterlegt werden (Tabelle, hirarisch, ...). Diese Form ist abhänging von dem Datenbankbetriebssystem, welches verwendet wird.

 


Unternehmensdatenmodell

Ein Unternehmensdatenmodell basiert auf einem semantischen Datenmodell, und ist somit unabhängig von der zu verwenden Hardware oder dem Datenbankbetriebssystems.

Durch die Erschaffung eines Unternehmensdatenmodells, werden die Zusammenhänge der Daten im Gesamten Unternehmen deutlicher (z.B. Personal wird in der Personalbteilung eingestellt, aber in den entsprechenden Bereichen mit weiteren Daten verknüpft).
Bei der Erstellung von Anwendungen können nun die Globalen Zusammenhänge der Daten betrachtet, und z.B. eine doppelte Pflege vermieden werden.
Zudem wird eine einheitliche Bergrifflichkeit (Terminologie) geschaffen.

Das Unternehmensdatenmodell soll die Bereiche und die Datenschnittstellen dieser Bereiche darstellen. Diese Bereiche (z.B. Abteilung) werden dann wieder verfeinert durch Berichsdatenmodelle etc.